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Transformatoren Recycling: Chemischer Aufbau von Dioxin

Auswirkungen von Dioxinen

Dioxine

Das chlorierte Dibenzo-p-Dioxin gehört zu einer Klasse von Verbindungen, die allgemein als Dioxine bezeichnet werden. Es gibt 75 mögliche Dioxine. Das bekannteste besitzt vier Chloratome an den Positionen 2, 3, 7 und 8 der chemischen Struktur des Dibenzo-p-Dioxins und wird deshalb 2,3,7,8 Tetrachlorobenzo-p-Dioxin (2,3,7,8-TCDD) genannt.

2,3,7,8-TCDD ist farblos, fest und geruchslos. Es wird nicht im industriellen Maßstab hergestellt, sondern entsteht z.B. als Nebenprodukt bei einer Vielzahl von thermischen Prozessen. 

Dioxine sind langlebig, werden über Staubpartikel gebunden und dann hauptsächlich über den Luftpfad in der Umwelt verteilt. Dioxine sind ubiquitär, d.h. sie sind überall auf der Welt in Böden, Gewässern, Pflanzen, Tieren, Menschen etc. nachzuweisen. Aufgrund ihrer fettlöslichen Eigenschaft reichern sie sich bei Mensch und Tier v.a. im Fettgewebe an. 

Kontaktwege

Die Hauptumweltquellen von 2,3,7,8-TCDD sind:

-    der Gebrauch von Herbiziden, die die Säure 2,4,5-Trichlorophenoxy (2,4,5-T)
     enthalten
-    die Produktion und der Gebrauch des Holzkonservierungsmittels 
      2,4,5-Trichlorphenol
-    die Produktion und der Gebrauch von Hexachlorophenen zur Keimtötung
-    Papierproduktionsanlagen
-    die Verbrennung von städtischen und Industrieabfällen
-    das Verbrennen von Holz in Anwesenheit von Chlor
-    das versehentliche Mitverbrennen von Chlorbenzolen und Biphenylen aus 
     Transformatoren und Kondensatoren
-    Abgase von Automobilen, die mit verbleitem Benzin betrieben werden
-    unsachgemäße Beseitigung von bestimmten chlorierten Chemikalienabfällen

Wirkungsweise

Dioxine sind unterschiedlich giftig. Ihre Giftigkeit hängt von der Anzahl und der Stellung der Chloratome ab. Das giftigste Dioxin, das Tetrachlordibenzo-p-Dioxin, kann beim Menschen neben Chlorakne auch Verdauungs-, Nerven- und Enzymfunktionsstörungen sowie Muskel- und Gelenkschmerzen hervorrufen.

Chlorakne ist eine Hautkrankheit, häufig begleitet von einer starken Entstellung, starken Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Ermüdung, Reizbarkeit und von chronischer Schwäche. Sie kann am Körper mindestens 30 Jahre nach einer Berührung fortbestehen (Kimbrough u. Grandjean, 1989).

Jeder in einem industrialisierten Land lebende Mensch hat eine starke Mischung aus Dioxinen, Furanen, PCBs, PCNs und von anderen ähnlichen Stoffen in seinem Körperfett angesammelt und gespeichert. Diese chemische Mischung der Verbindungen im menschlichen Körper zusammengezählt, bildet die Gesamtgiftigkeit des Dioxins: in Anwesenheit von PCBs wird die Gefährlichkeit der Dioxine erhöht.



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